The Making of Alice B. Toklas. A lecture performance on Gertrude Stein, Collectorism, Heteronormativity, Machismo and California as a Gesture.

Alice B. Toklas war die *Lebensgefährtin* von Gertrude Stein, aber das homoerotische Verhältnis der beiden war völlig von heteronormativen Konventionen geprägt: Getrude war das Genie, Alice im besten Fall eine gute Sektretärin. Während Gertrude die Nächte mit den durchweg männlichen Protagonisten des Kunstbetriebs und eigenen Schreibversuchen um die Ohren haute um pünktlich vor Morgengrauen ins Bett zu fallen, stand Alice morgens auf um Gertrudes Texte zu korrigieren und in Reinschrift zu tippen. Dazu noch die Geste von Gertrude eine Autobiographie von Alice zu schreiben. Im Text geht es vor allem darum, wie toll es für Alice war Gertrude zu treffen und überhaupt wie grossartig alles war was Gertrude gemacht hat, wie super ihre Texte sind, was für tolle Salons sie geschmissen hat und wie hübsch das war, als Picasso sie porträtiert hat.

Daneben muss man die Stein schon mögen, erstmal total werkimmanent, aber dann auch als Ikone, denn was aus der klassischen Moderne geworden wäre ohne die Stein... oder ist das jetzt auch wieder being anxious of your own insignificance. Jedoch: Wie kann eine lesbische, jüdische, an der Kunst der Avantgarde interessierte Frau die Color Line in den USA verteidigen, mit dem Vichy-Regime kollaborieren und Hitler für den Friedensnobelpreis vorschlagen? Grosse Rätsel, denen wir begegnen werden, besonders mit der Autobiography of Alice B. Toklas aber auch mit The Making of Americans und viel Strassenmalkreide.

Ah, yes, and it all happens in English and takes roughly one hour. And, ah, yes Stefan Hölscher said I was a natural born lecture performer!!